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Allgemeine
Informationen zur Multiplen Sklerose
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Überblick Definition
Ursachen
Symptome Diagnose
Therapie Verlauf Vorbeugen Ratgeber Thomas Zimmermann .. |
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Trotz intensiver Forschung zur Multiplen Sklerose ist es bis heute nicht gelungen, die genauen Ursachen zu definieren. Einige Faktoren wurden gefunden, die offensichtlich eine wichtige Rolle bei der Entstehung von MS spielen. Autoimmunprozesse: Die Multiple Sklerose gehört zur Gruppe der Autoimmunerkrankungen. Das Immunsystem des Körpers, das sonst fremde Erreger bzw. Substanzen angreift, wird bei MS-Patienten gegen körpereigenes Nervengewebe aktiv. Warum bestimmte Abwehrzellen (T-Zellen) aktiviert werden, welche die Blut-Hirn-Schranke überwinden, ins Hirngewebe eindringen und dort Entzündungen hervorrufen, kann bisher nur vermutet werden.
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Wahrscheinlich ist,
dass in der Kindheit Infektionen mit Erregern stattfanden, deren Strukturen
teilweise identisch sind mit körpereigenen Zellen. Der Körper
produziert daraufhin Antikörper, die auch gegen die eigenen Zellen
gerichtet sind. Verbleiben diese autoaggressiven Antikörper nach
der Infektion im Blut, entwickeln sich chronische Erkrankungen, die in
der Regel in Schüben verlaufen und verschiedene Organe und Gewebe
betreffen können. Beispiele sind neben der Multiplen Sklerose der
Systemische Lupus erythematodes oder die Rheumatoide Arthritis. Genetische Ursachen:
Familienuntersuchungen ergaben, dass für enge Verwandte eines MS-Patienten
das Risiko, ebenfalls daran zu erkranken, 10- bis 15-mal höher ist
als in der übrigen Bevölkerung. Einige Völker erkranken
auffallend seltener an Multipler Sklerose als andere. Erbliche Faktoren
scheinen also die Entstehung von MS zu begünstigen. Dennoch ist MS
keine Erbkrankheit im klassischen Sinn, denn bisher wurden keine konkreten
Gene identifiziert, die dafür verantwortlich sein könnten. Infektionen: Vor allem Viren, die das Nervensystem befallen, stehen im Verdacht, die Erkrankung mit auszulösen. Fortschreitende oder wiederholte Infektionen könnten die T-Zellen zur körpereigenen Abwehr aktivieren und somit Nervenfasern wie Markscheiden schädigen. Bei Tieren wurden für verschiedene MS-ähnliche Erkrankungen Viren als Verursacher nachgewiesen. Beim Menschen fehlen bislang überzeugende Beweise. Außer bestimmten Umweltfaktoren im Kindesalter könnten Auslöser sein: frühe Infektionen mit Herpes-, Epstein-Barr- und Masernviren sowie Chlamydien. Für den weiteren Krankheitsverlauf scheinen sie jedoch keine Bedeutung zu haben. Risikofaktoren Das Risiko für einen akuten Krankheitsschub steigt bei allen seelischen wie körperlichen Belastungen, bei denen das Immunsystem aktiv wird. Zu möglichen Risikofaktoren zählen:
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Quelle:
onmedia.de
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