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Tauchen mit Multiple Sklerose Wie gut dass es das Tauchen gibt! Seit ca. 20 Jahren habe ich MS (Multiple Sklerose) und diese sch Erkrankung hat durch fortwährende neue Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und extreme Rückenschmerzen durch die Fehlhaltung des Körpers versucht, mir nach und nach die Freude am Leben zu vermiesen. Aber, da ich selbstständig und daran gewöhnt bin mich durch das Leben zu kämpfen, fragte ich mich:
Die Unterwasserwelt
interessierte mich schon seit frühester Jugend an. Wäre so etwas
für mich überhaupt möglich?? Nach einem eingehenden Gespräch
mit meinem behandelnden Arzt, war klar: diese Sportart wäre für
meine Situation nur zu empfehlen, vorausgesetzt, man könnte die medizinische
Überwachung gewährleisten. Glücklicher Weise waren mein
Arzt und der Tauchmediziner Dr. Wolfgang Hühn Studienkollegen, was
diese Angelegenheit sehr vereinfachte. Denn Wolfgang leitet nicht nur
das HBO Zentrum Mittelhessen, sonder ist auch noch im Vorstand des TC-Alpha
e.V.. Nachdem ich 2002 mein Grundschein erworben hatte, folgte 2003 der Bronzeschein (1-Stern Taucher). Danach 2004 Silber (2-Stern). Endlich habe ich eine Möglichkeit gefunden, wobei die Behinderung mich nicht mehr einschränken kann. Unter Wasser bin ich wirklich frei. Keine Schwerkraft behindert mehr die Bewegungsabläufe. Nicht zuletzt die Hilfe der Vereinskameraden beim Tragen des Equipments, ihr unkompliziertes und verständnisvolles Verhalten Behinderten gegenüber, und die durchweg fundierte Ausbildung erleichtern mir mein neues Hobby. Mittlerer Weile hat mich die Taucherei so fasziniert, dass ich das ganze Jahr über (min. 1x wöchentlich) in einem See anzutreffen bin. Ich frage mich, warum kam ich oder andere nicht früher auf diese grandiose Idee. Tauchen ist doch gerade zu prädestiniert für Behinderte. Ich möchte sogar sagen, erst jetzt genieße ich wieder das Leben. Behinderung hin oder her.
T.Z. |
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