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Allgemeine
Informationen zur Multiplen Sklerose
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Überblick
Definition
Ursachen Symptome
Diagnose
Therapie Verlauf Vorbeugen Ratgeber Thomas Zimmermann .. |
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Die Multiple Sklerose ist (noch) nicht heilbar. Eine Früherkennung der Krankheit ist trotzdem wichtig: Ihr Verlauf lässt sich mit modernen, relativ gut verträglichen Therapien verlangsamen und Krankheitsschübe können gemildert werden. Die Therapie unterscheidet sich in die Behandlung eines akuten Schubes, die Dauerbehandlung ("Basistherapie") - sie soll das Fortschreiten der Krankheit hemmen - und in die Behandlung krankheitsbedingter Symptome, um jene so weit wie möglich zu bessern bzw. die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten. |
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Akuter Schub Um die Multiple Sklerose möglichst effektiv zu behandeln, bieten sich heutzutage verschiedene Lösungsansätze an. Die medikamentöse Therapie dient im Wesentlichen dazu, in die Prozesse des Immunsystems einzugreifen, d.h. die Mechanismen der Entzündung zu unterdrücken (Immunsuppression) oder sie anderweitig zu beeinflussen (Immunmodulation). So werden bei einem akuten Krankheitsschub hochdosierte Entzündungshemmer (Glukokortikoide) gegeben. Ein akuter Schub macht sich bemerkbar, wenn bisher unbekannte Beschwerden auftreten, frühere Symptome wiederkehren oder diese sich für mindestens 48 Stunden verschlimmern. Bei einer Hochdosis-Schubtherapie wird Kortison (Methylprednisolon) über fünf Tage in die Venen gespritzt und anschließend für etwa zehn Tage in zunehmend geringerer Dosis als Tabletten eingenommen. Die Beschwerden und auch die ihnen zu Grunde liegenden Entzündungsherde klingen rascher wieder ab. Durch die zeitlich begrenzte Kortison-Therapie mindern sich die sonst unangenehmen Nebenwirkungen deutlich. Selten wird über Herzklopfen, Heißhunger, Unruhe oder Schlafstörungen geklagt. Die Wirksamkeit einer Kortison-Stoßtherapie ist allerdings in den einzelnen Fällen sehr unterschiedlich. Bei einem schweren Schub, der nicht ausreichend auf Kortison reagiert, kann eine zusätzliche Blutwäsche (Plasmapherese) nötig werden: Über einen Filter werden dann Substanzen, die in bestimmte Entzündungsreaktionen involviert sind, aus dem Blut entfernt. Der seit Juni 2006 zugelassene Wirkstoff Natalizumab ist eine weitere Möglichkeit zur Behandlung von Patienten mit hoch aktiver schubweise verlaufender MS, die nicht auf eine Behandlung mit Beta-Interferon angesprochen haben, oder bei Patienten, die frühzeitig eine schwere schubförmige MS entwickelt haben. Natalizumab ist ein spezifisch wirkender Antikörper, der durch seine molekulare Struktur das Andocken von T-Lymphozyten an der Blut-Hirn-Schranke blockiert. Dadurch verhindert Natalizumab das Einwandern der T-Lymphozyten ins zentrale Nervensystem (ZNS), wo die Lymphozyten schwere Entzündungsreaktionen hervorrufen würden. Im Allgemeinen wird Natalizumab gut vertragen. Beobachtete Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Harnwegsinfektionen, Depressionen, leichte Atemweginfektionen, Gelenkschmerzen und Müdigkeit. |
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Quelle:
onmedia.de
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