Allgemeine Informationen zur Multiplen Sklerose
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Die Beschwerden bei einer Multiplen Sklerose sind äußerst vielgestaltig. "Das" typische Symptom gibt es so wenig wie "den" typischen Verlauf. Unter den Frühsymptomen sind am häufigsten die Empfindungsstörungen, am zweithäufigsten die Sehstörungen, dann die Muskellähmungen. Charakteristischerweise verschlimmern sich die Symptome, vor allem eine Muskelschwäche, durch Hitze, Fieber oder Anstrengung.

Häufigste Beschwerden

Über Sehstörungen - in unterschiedlichster Ausprägung - klagen etwa drei Viertel aller MS-Betroffenen. Meist geht die Sehstörung auf eine Entzündung des Sehnerven zurück (sog. Optikusneuritis). Sie beginnt häufig mit Augenschmerzen, die sich bei Bewegungen der Augäpfel verstärken. Der MS-Patient sieht sein Umfeld auf einem Auge plötzlich wie durch einen Schleier oder Nebel. Je nach Ausmaß der Entzündung kann auch das Farbensehen beeinträchtigt sein, es kann zu "Lichtblitz"-Erscheinungen oder zu Ausfällen des Gesichtsfeldes kommen. In manchen Fällen leidet das sog. zentrale Sehen, so dass die Patienten plötzlich Schwierigkeiten haben, eine kleine Druckschrift zu lesen. Meist bilden sich die Symptome innerhalb weniger Wochen bis sechs Monaten nach Abklingen der Entzündung wieder zurück. Eine andere Sehstörung betrifft das Sehen von Doppelbildern, das durch eine Lähmung der Augenmuskulatur hervorgerufen wird.
Ebenfalls sehr häufig sind Lähmungen der Muskulatur. Verdächtig sind hierfür erste Beschwerden wie: allgemeine Mattigkeit und rasche Ermüdbarkeit, welche die Leistungsfähigkeit deutlich einschränkt, angespannte und "steife" Muskeln sowie Schwäche in den Armen und Beinen. Die Lähmung beginnt oft nur in einem Bein. Die Muskulatur kann stark angespannt ("spastisch") und zusätzlich geschwächt sein, Arme und Beine wie auch eine Körperseite können betroffen sein.
Empfindungsstörungen sind fast immer anzutreffen: ein Taubheitsgefühl oder ein Kribbeln ("Ameisenlaufen") an Armen und Beinen, Spannungsgefühle um die Gelenk- und Hüftregion (wie ein "eiserner Handschuh" oder "Gürtel"), Schmerzen, auch eine verminderte Empfindlichkeit (z.B. bei der Temperaturwahrnehmung). Oft beginnen die Missempfindungen in den Fingerspitzen oder in den Füßen und breiten sich dann auf Arme bzw. Beine aus. Typisch ist das sog. Nackenbeugezeichen: Beugt die bzw. der MS-Betroffene den Kopf nach vorne, wird häufig ein blitzartiger Schlag entlang der Wirbelsäule, manchmal bis in die Hände und Füße verspürt.

Quelle: onmedia.de