RICHTLINIEN
FÜR DIE
TAUGLICHKEITSUNTERSUCHUNG
VON
SPORTTAUCHERN
1. Allgemeines
Beim Tauchen erhöht sich
der Umgebungsdruck um ca. 1 bar pro 10 m Wassertiefe. Die
Druckänderungen wirken sich im wesentlichen auf die luftgefüllten
Körperhöhlen und die Atemgase aus. Weiter spielen veränderte Umgebungsbedingungen
wie die Sichtverhältnisse, die Kälte und unvorhersehbare Anstrengungen
eine Rolle. Tauglichkeitsuntersuchungen für andere Sportarten, auch
für das Fliegen, sind deshalb nicht mit der Tauchtauglichkeit
gleichzusetzen.
2. Anwendungsbereich
Für das Sporttauchen gibt es, am Gegensatz zum Berufstauchen,
gegenwärtig keine gesetzlichen Regelungen und keinen Zwang zu
ärztlicher Untersuchung. Die ärztliche Tauglichkeitstuntersuchung
für Sporttaucher ist ein konstultativer Akt mit präventivem
Charakter. Aus versicherungs-rechtlichen und Haftungsgründe sollte
niemand ohne ärztliche Tauglichkeitserlaubnis zum Tauchen zugelassen
werden.
3. Geltungsbereich
Das Untersuchungsformular zurTauglichkeitsuntersuchung von Sporttauchern (ÖGHT)
wurde in Zusammenarbeit mit der GTÜM erarbeitet.
4. Ergänzende Erläuterungen zum Untersuchungsbogen ÖGTH
Die Tauchtauglichkeitsurteile sind:
- tauglich
- mit Einschränkungen
- nicht tauglich
Eine Tauglichkeit mit Einschränkung
ist auszusprechen bei:- Jugendlichen unter 16 Jahren für
das Tauchen mit Druckgasgeräten (s. 5. Altersgrenzen).
5. Behinderten.
Als Behinderte gelten Kandidaten mit körperlichen Fehlern, Mängeln
und Funktionseinschränkungen sowie Krankheiten, für
die eine relative
- Kontraindikation unter Punkt
6. aufgeführt ist.
Insbesondere von Behinderten sollte ein entsprechendes Maß
an Eigenverantwortlichkeit gefordert werden.
Die Einschränkung im Urteil bezieht sich nicht auf bestimmte
Tauchgeräte oder Tauchtiefen, sondern auf Tauchbedingungen
und Umstände. Diese sind fürJugendliche die Auflage, in
Freigewässern nur als Mitglied einer Gruppe unter Leitung eines
erfahrenen Tauchers zu tauchen und/oder die Vermeidung besonderer
Schwierigkeitsgrade wie Eis- oder Höhlentauchen, Tauchen in
starken Strömungen oder ungünstigen Umgebungsverhältnissen.Die
Festsetzung der "Einschränkung" steht im Ermessen des
Untersuchers.
Die Bescheinigung über das Tauglichkeitsurteil muß auf
einem eigenen Formular in der Anlage des Untersuchungsformulars
erfolgen. Auf dem Untersuchungsformular selbst wird die Tauglichkeit
ebenfalls dokumentiert.
5.1 Altersgrenzen
Im Prinzip gibt es keine Altersgrenzen. Für ältere Kandidaten
ist der medizinische Gesamtaspekt sowie die (geistige und cardiopulmonale
Leistungungsfähigkeit entscheidend.
Die Grenze für Kinder und Jugendliche wird vorwiegend durch
ihre geistige und psychische Reife gegeben. Die Tauchtauglichkeit
ist im Alter von weniger als 12 Jahren in der Regel nicht gegeben.
Bis zum 16. Lebensjahr ist das Tauchen mit Atemgerät nur
als Mitglied einer Gruppe unter Leitung eines erfahrenen Tauchers, gegebenenfalls
nur bei Einzelbetreuung durch einen erfahrenen Taucher gestattet.
5.2 Geschlecht
Zwischen Männern und Frauen gibt es für das Tauchen keine
grundlegenden Unterschiede mit Ausnahme der Schwangerschaft.
Wegen der Gefahr einer möglichen Fruchtschädigung
soll in der Schwangerschaft nicht mehr mit Druckluftgeräten
getaucht werden.
6. Untersuchung
6.1 Der Untersuchungsvorgang beinhaltet eine gründliche
internistische Untersuchung, eine neurologische Untersuchung und
die Beurteilung der Psyche sind Bestandteil dieser Untersuchung.
Eine Röntgenuntersuchung der Thoraxorgane ist für jede
Erstuntersuchung erforderlich, Kontrollen sollten nach jeder
schweren Lungenerkrankung erfolgen.
Kann die Tauglichkeit nach den aufgeführten Untersuchungen
nicht vollständig beurteilt werden, sind vom Arzt ergänzende
Untersuchungen bzw. die Beurteilung durch andere Fachbereiche einzuholen.
Die endgültige Beurteilung liegt beim erstuntersuchenden Arzt.
Das Ergebnis der Untersuchung sollte mit dem Kandidaten besprochen
werden.
6.2 Anamnese
Der1.Teil des Untersuchungsbogens soll mit dem Kandidaten besprochen
und von ihm unterschriebene werden. Ergeben sich aus der Vorgeschichte
Krankheiten wie z.B. Epilepsie, mittelschwere und schwere Hirnverletzung,
Spontanpneumothorax oder Suchtkrankheiten, so erübrigt
sich eine weitere Untersuchung. Bei Einnahme von Medikamenten ist neben
Hinweisen auf eine Grundkrankheit zu berücksichtigen, daß
es für bestimmte Medikamente unter erhöhtem Umgebungsdruck
zu potenzierter und unvorhersehbarer Wirkung kommen kann.
Als unvereinbar mit dem Tauchen gelten: Barbiturate, Alkohol, alle
Suchtmittel, Anaesthetika, Sympathikomimetika und Antiarrhythmika.
Soweit als möglich sollten alle Medikamente, außer Externa,
24 Std. vor dem Tauchen abgesetzt werden. Kandidaten mit Asthma,
Diabetes und Bluthochdruck erfordern eine besondere Beurteilung.
6.3 Körperliche Untersuchung
Körpergewicht: Ein Übergewicht
von mehr als 30 % nach Broca (Körpergröße in cm weniger
100 = Sollgewicht) sollte als Ausschlußkriterium gelten, weil
Fett vermehrt Stickstoff absorbiert. Bei Adipositas besteht eine
größere Neigung zum Auftreten einer Dekompressionskrankheit.
Für Sporttaucher ist die cardiopulmonale Leistungsfähigkeit
ein wesentlicher Beurteilungsfaktor.
6.4 Haut
Für Hauterkrankungen oder bei ausgedehnten Narben gilt, daß
vom Tauchen abzuraten ist, wenn hierdurch eine Verschlimmerung der
Erscheinungen entsteht oder die körperliche Funktion wesentlich
behindert wird.
6.5
Augen
Die Augen
sind das wichtigste Orientierungsmittel unter Wasser. Für den
Nahbereich
muß das Sehvermögen das Ablesen der wichtigsten Instrumente
(Tiefenmesser,
Uhr und Druckmesser) gewährleisten. Über Wasser muß
eine
Orientierung
über große Entfernungen möglich sein. Refraktionsanomalien
sind
gegebenenfalls
vorn Augenarzt auszugleichen.
Relative
Kontraindikationen:
- Einäugigkeit,
- Zustand
nach Keratoplastik, Tauglichkeit erst nach Einheilen des Implantates
(mindestens
2 Jahre)
Absolute
Kontraindikationen:
- Sehschärfe
des besseren Auges mit und ohne Korrektur weniger als 0,5
- Enger
Kammerwinkel
- Weitwinkelglaukom
mit Sehnervenschaden und/oder Zustand nach fistulierender
Operation
- Kunstauge
aus Glas
- Harte
Kontaktlinsen
6.6
Nase, Nasennebenhöhlen, Ohren:
Für
die luftgefüllten Körperhöhlen, besonders für
die starrwandigen
Nasennebenhöhlen
und das halbstarre Mittelohr, besteht die Gefahr eines
Barotraumas.
Die Ausführungsgänge bzw. die Eustachsche Röhre müssen
für die
Belüftung
der Höhlen durchgängig sein, um beim Tauchen den erforderlichen
Druckausgleich
möglich zu machen.
Relative
Kontraindikationen:
- Otitis
externa oder Obstruktionen des Gehörganges
- Tubenverschluß,
Lagerungsschwindel
- Tympanoplastik
- Mastoidektomie
- Gaumenspalten
Absolute
Kontraindikationen:
- offene Trommelfellperforationen
- chron. Otitis media
- Cholesteatom
- Zustand nach Radikaloperation
- Stapedektomie oder Tympanoplastik Typ III
- Ruptur des runden oder ovalen Fensters
- Morbus Ménière
- Zustand nach Trommelfelloperation mit atrophischer Vernarbung
- Tracheotomie
- Laryngozelen
- Laryngektomie
- Doppelseitige Rekurrensparese
- Komplette Facialisparese, ein- oder doppelseitig
6.7 Atmungsorgane
Beim Tauchen
mit Druckgasgeräten ist die Möglichkeit eines Lungenüberdruckunfalls
ein bedeutendes
und oft dramatisches Risiko mit tödlichem Verlauf. Unter Wasser
wird aus
Druckgasflaschen über einen Atemregler eingeatmet. Dieser gibt
das
Atemgas
bei erhöhtem Umgebungsdruck (entsprechend der Tauchtiefe) frei.
Die
Einatemluft
ist dem jeweiligen Wasserdruck angepaßt, d.h. mit zunehmender
Wassertiefe
steigt auch der Druck der eingeatmeten Luft. Kann beim
Auftauchen
(Dekompression) das in der Lunge sich ausdehnende Gas nicht
ungehindert
abströmen, kommt es zum Überdruck der Lungen mit Rupturin
den
Alveolen
und Einbruch von Luft in die Blutbahn. Durch dieses Barotrauma entsteht
oft eine
massive arterielle Luftembolie, die über eine Hirnembolie zum
Ertrinken
führen kann.
Relative
Kontraindikationen:
Obstruktionen entzündlicher Ursache
Asthma bronchiale
Belastungs- und kälteinduziertes Asthma
Pleuranarben (auch Zustand nach thoraxchirurgischen Eingriffen )
- Restriktive Ventilationsstörungen.
Absolute
Kontraindikationen:
- Spontanpneumothorax
in der Vorgeschichte
- Ausgeprägtes
Asthma bronchiale
- Cavitäten
- Zysten
- Emphysemblasen
6.8
Herz-Kreislauf
Neben dem
Ausschluß von Erkrankungen des Herzens oder- Kreislaufs soll durch
Funktionstests
gesichert werden, daß eine ausreichende Leistungsfähigkeit
besteht,
die zur
Bewältigung bestimmter Begleitumstände beim Tauchen notwendig
ist. Die
Begleitumstände
sind die Kälte der Umgebung, unvorhergesehene Anstrengungen,
Angst-
und Panikreaktionen.
Die Kälte
bewirkt eine Vasokonstriktion mit Blutdruckerhöhung, eine Tachycardie
und unter
Umständen Coronarspasmen. Körperliche Belastungen sind oft
schon vor
dem Tauchen
mit dem Tragen der Geräte und Ausrüstung verbunden. Unter
Wasser
können
Strömungen eine erhebliche Kraftanstrengung erfordern. Nach Auftauchen
sind unter
Umständen größere Schwimmstrecken mit leerem Gerät
zurückzulegen.
Relative
Kontraindikationen:
- Schrittmacherträger
- Herzrhythmusstörungen,
die auf' Medikamente eingestellt sind.
- Asymptomatischer
Mitralklappenprolaps
- Hypertonie
- Nachweis
von offenem Foramen ovale
- Zustand
nach Herzinfarkt oder PTCA, wobei eine Tauchtauglichkeit gegeben
sein kann
bei einer Ein-Gefäßerkrankung
mit Zustand
nach Herzinfarkt vor 1 Jahr, wenn keine Arrhythmie besteht und
Blutdruckverhalten
und Belastungs-EKG normal sind.
Absolute
Kontraindikationen:
- Herzvitien mit Rechts-Links-Shunt (Vorhof- und Ventrikel-Septum Defekte)-
Aorten- und Mitralstenosen
- primäre Cardiomyopathien
6.9 Abdominalorgane
Beim Auftauchen
kann das zunehmende Gasvolumen im Verdauungstrakt dann zum
Barotrauma
führen, wenn die Gasvolumina abgeschlossen werden. Bei
Bauchwandhernien
kann es zur Inkarzeration kommen, im Magen, in seltenen
Fällen,
zur Magenruptur. Bei Zwerchfellhernien, kann durch Erhöhung des
intraabdominellen
Druckes eine Refluxösophagitis auftreten. Weiter sind
Erkrankungen
auszuschließen, die mit Wahrscheinlichkeit zu plötzlichen
Beschwerden
führen können und deswegen einen zu schnellen Aufstieg erfordern
können.Relative
Kontraindikationen:
Refluxkrankheiten
Anus praeter nach Ileo-Colostomie
- chron. entzündliche Darmerkrankungen
- Ulcuskrankheit
- Dumping-Syndrom
- Zwerchfellhernie
Absolute Kontraindikationen:
- Achalasie
- Ösophagusdivertikel
schwere Refluxkrankheiten
Bauchwandhernie
Keine
Kontraindikation:
- Hämorrhoiden
6.10 Urogenitalsystem
Relative
Kontraindikationen:
chron. Glomerulonephritis
chron. Pyelonephritis
Prostataadenom
Absolute
Kontraindikationen:
- Urinfistel
- Zustand nach Nierentransplantation oder Dialysepatienten
- Zystenniere (polyzistische Degeneration)
Keine Kontraindikationen:
- Hydrozelen,
Spermatozelen oder Varikozelen
6.11
Bewegungsapparat
Entscheidend
für die Tauglichkeit ist die Funktionsfähigkeit der Wirbelsäule
und
der Extremitäten,
nicht der Röntgenbefund.
Relative
Kontraindikationen:
- Amputationen von Extremitäten
- chron. rezdivierendes Lumbalsyndrom
- Aseptische Knochennekrosen
- Gelenkprothesen
- Muskuläre Erkrankungen im Initialstadium, Myopathie, Myositis
Absolute Kontraindikationen:
- Habituelle
Luxationen
(z.B. Schultergelenk)
6.12
Psyche
Etwa 75
% aller Todesfälle beim Tauchen sind durch Fehlverhalten verursacht.
Es
ist deshalb
ein wesentliches Untersuchungsziel, Personen vom Tauchen
fernzuhalten,
die auf Grund ihrer Persönlichkeitsstruktur oder wegen einer
psychischen
Erkrankung nicht in der Lage sind, einen Tauchgang sicher zu planen
und durchzuführen.
Auf Änderungen der Umgebungsbedingungen richtig zu
reagieren
und mit gefährlichen Situationen fertig zu werden.
Absolute
Kontraindikationen:
- Schizophrene Psychosen (alle Unterformen und ein Defektzustand)
- manisch-depressives Kranksein (MDK) , endogene Depression
- Manie
- Psychopathiesyndrom (abnorme Persönlichkeitsentwicklung nach
DSM III)
- Pseudo-Psychopathiesyndrom
- temporo-basales Syndrom
- Hysterische Reaktionsbereitschaft.
Neurosen:
- Angstneurosen
- Zwangsneurosen
- Neurosen
verschiedener Art, die ärzt1iclie Behandlung benötigen
Phobien:
- Agoraphobie
- Claustrophie
- andere
Phobien, die ärztliche Behandlung benötigen
Suchtkrankheiten:
- Alkoholismus
-
Medikamentensucht
-
Drogensucht
-
andere Suchtformen
-
Dementielle Syndrome verschiedener Ätiologie
-
Chronische Intoxikationen
6.13 Neurologische Erkrankungen
Voraussetzung
für das Tauchen ist eine ungestörte Funktion des zentralen
und
peripheren
Nervensystems, unter anderem als Integrationszentrum für die visuelle
Wahrnehmung,
die Raumerkennung, die Raumorientierung und die Orientierung am
eigenen
Körper.
Relative
Kontraindikationen:
- Zustand nach Commotio cerebri (leichte Hirnverletzungen)
- Zustand nach Operation gutartiger Hirntumore
- Neurale Muskelatrophien (Initialstadium)
- Polyneuropathie
- Zustand nach Hemilaminektomie
- Trigeminusneuralgie
- Neurologische Erkrankungen, bei denen trotz Defektsymptomen eine
Tauglichkeit mit Einschränkungen möglich ist:
Neuromuskuläre ErkrankungenPeriphere Nervenläsion, singulärpartiell,
beidseits,
mehrfach,
einseitigNervenwurzelschäden, beidseits, singulär, mehrfach,
einseitig.
Systemerkrankungen
des peripheren Nervensystems-Initialstadium, wie peroneale
Muskelatrophie
und Roussy-Levy-Syndrom (ohne cerebelläre
Komponente).Spinale
Schäden, partiell, ab D 4 (traumatisch, mechanisch,
Meningeom),
entsprechend einer Querschnittssymptomatik mit spanischer
Paraparese,
mit dissoziierter Sensibilitätsstörung und/oder mit geringen
Tiefensensibilitätsausfällen.Brown-Sequard-Syndrom,
spinale Schäden ab D
4Zerebrale
Herdläsion (traumatisch, Meningeom):- frontoparietal (subcortical
oder
cortical-Mantelkante)-
spastische Hemiparesen geringen Grades, armbetont oder
beinbetont
gering bis mittelgradige spastische Paresen beide Beine
betreffend.Absolute
Kontraindikationen:
- Cerebrovaskuläre Erkrankungen mit Folgeerscheinungen
(apoplek-
tischer Insult, transitorische ischämische Attacke)
- Migräne (mehr als 12 Anfälle pro Jahr)
- Epilepsie
- Myasthenia
gravis
- Multiple
Sklerose
- Zustand
nach Dekompressionskrankheit Typ II mit bleibenden neurologischen
Ausfällen
-
Stirnhirnschäden mit Frontalhirnsyndrom
- Temporallappenschäden
mit
Temporallappenausfälle
Occipitallappenläsion
mit Störungen des Sehzentrums (Hemianopsie,
Raum-orientierungsstörungen
etc.)Organische Demenz nach diffusen oder
multilokulären
HirnschädenErkrankungen des Gehirns, Kleinhirns, Hirnstammes,
Rückenmarkes
und des peripheren Nervensystemes mit permanentem
Defektzustand.
6.14
Stoffwechsel und Bluterkrankungen
Übergewicht,
Hyperlipoproteinämie und Hyperurikämie sind im Rahmen des
klinischen
Gesamtbildes zu beurteilen. Einflüsse auf diese
Stoffwechselerkrankungen
durch das Tauchen sind bislang nicht bekannt.
Diabetes:
Die Frage
der Tauglichkeit wird in der Tauchmedizin kontrovers beurteilt. Die
Hauptgefahr
für einen Diabetiker liegt im Auftreten hypoglykämischer Zustände
unter Wasser.
Bei relativer Kontraindikation kann zum, nur geraten werden, wenn:
Bei Diabetes
I keine Gefäßveränderungen bestehen, wenn der Kandidat
in der
Lage ist,
unter eigener Blutzuckerkontrolle seine Stoffwechsellage im
Gleichgewicht
zu halten und wenn er in den letzten Jahren keine
hypoglykämischen
Zustände hatte. Bei Diabetes II keine Mikroangiopathien
erkennbar
sind und er diätetisch oder mit Medikamenten gut eingestellt
ist.Bluterkrankungen:
Relative
Kontraindikation:
Anämien
Absolute
Kontraindikationen:
Sichelzellanämie, Polyzytämie, Leukämie, Hämophilie
7. Nachuntersuchungen
Bei unauffälligem
Befund sollte nach 2 Jahren, bei Alter über 40 Jahren nach einem
Jahr nachuntersucht
werden. Der Untersucher kann bei bestimmten Befunden
oder eingeschränkter
Tauglichkeit kürzere Untersuchungsintervalle festlegen
Untersuchungsbögen
ÖGTH © zur Tauchtauglichkeit
|