HISTORIE

Schon jahrhundertelang wird versucht, durch Luft anhalten die Unterwasserwelt zu erkunden. Indirekter Beweis dafür sind die tausende Jahre alten, z.B. mit Perlmutt verzierten Artefakte, die an Land gefunden wurden sowie Darstellungen von Tauchern in alten Zeichnungen. Aus dem alten Griechenland ist bekannt, dass so nach Schwämmen getaucht wurde. Auch militärische Heldentaten sind überliefert. Am berühmtesten ist wahrscheinlich die Geschichte von Scyllis (manchmal auch Scyllias geschrieben; ungefähr 500 v.Chr.), wie sie vom Historiker Herodotus (5. Jhd. v. Chr.) erzählt und heute in zahlreichen modernen Texten wiedergegeben wird.

 
Scyllis befand sich als Häftling an Bord eines Schiffes vom Persischen König Xerxes I. Als er erfuhr, dass Xerxes eine griechische Flotte angreifen wollte, ergriff er ein Messer und sprang über Bord. Die Perser konnten ihn nicht im Wasser entdecken und nahmen deshalb an, dass er ertrunken war. Scyllis aber tauchte nachts auf und durchtrennte alle Ankerseile der Schiffe von Xerxes' Flotte. Um unbeobachtet zu bleiben benutzte er ein hohles Schilfrohr wie einen Schnorchel. Dann schwamm er neun Meilen (15 Kilometer) um sich den Griechen vor Kap Artemisium anzuschließen.
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