Allgemeine Informationen zur Multiplen Sklerose
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TherapieVerlaufVorbeugenRatgeberThomas Zimmermann
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Die Multiple Sklerose (lat. multiplex = vielfach; griech. skleros = hart) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der die Markscheiden von Nervenfasern zerstört werden. Nervenfasern (Axone) leiten Befehle aus den Gehirnzellen an die verschiedenen Regionen des Körpers und umgekehrt. Markscheiden, auch: Myelinscheiden, umgeben diese Nervenfasern als eine Hülle aus Fettzellen und Eiweißen. Sie werden von speziellen Zellen namens Oligodendrozyten gebildet. Markscheiden verlaufen nicht kontinuierlich über die gesamte Nervenfaser, sondern werden von Einschnürungen unterbrochen. Eine in der Nervenfaser geleitete Erregung springt von Schnürring zu Schnürring und ist so schneller als bei einem kontinuierlichen Weiterlaufen.

 

Bei der Multiplen Sklerose werden durch eine Entzündung in Gehirn und Rückenmark die Oligodendrozyten und Markscheiden zerstört. Abwehrzellen, die sonst fremde Erreger oder Substanzen angreifen, schädigen dann körpereigenes Gewebe. Deshalb zählt man die Multiple Sklerose zu den Autoimmunkrankheiten (auto = selbst).

Im frühen Stadium der Erkrankung sind die Markscheiden zunächst an bestimmten Stellen gerötet und geschwollen. Unter Umständen können sich diese Entzündungsherde vollständig zurückbilden. Meist jedoch zerfallen die Markscheiden an den betroffenen Arealen und werden durch Narbengewebe ersetzt. Eine krankhafte Verhärtung des Gewebes setzt ein, die sog. "Sklerosierung". Die einzelnen Herde, auch Plaques genannt, sind in unterschiedlicher Größe willkürlich über das gesamte zentrale Nervensystem verteilt. Besonders häufig finden sie sich an Sehnerven, im Hirnstamm, im Kleinhirn und an den Hintersträngen des Rückenmarks. An den beschädigten Arealen der Markscheiden ist die Weiterleitung der Erregung gestört. Auch die Nervenfasern selbst werden mehr oder weniger stark geschädigt. Die elektrischen Impulse können sich zwischen den verschiedenen Nerven- und Körperzellen (z.B. Muskelzellen) nicht mehr ungehindert ausbreiten. Störungen der Körperbewegungen (Motorik) und Körperempfindungen (Sensorik) sind die Folge.

Quelle: onmedia.de