Wir bieten Sonderkurse im Bereich
Süßwasserbiologie und Gewässeranlyse
Süßwasserbiologie
Nicht selten sieht man Taucher mit enttäuschtem Blick aus dem Wasser kommen. "Ich habe gar nichts gesehen" ist eine leider häufig zu hörende Aussage. Um es ganz einfach auszudrücken: Wenn ein Taucher einen Fisch gesehen hat, war der Tauchgang gut. Hat er keinen gesehen, war der Tauchgang schlecht.
In diesem Seminar werden wir uns die Lebewesen im Gewässer genauer anschauen. Fische sind bei weitem nicht die einzigen Lebewesen, welche es bei einem Tauchgang zu beobachten gibt. An den Wasserpflanzen sitzen Libellenlarven, welche man nicht selten bei der Jagd beobachten kann. Auf den Steinen leben die Larven der Eintagsfliege, welche sich ein eigenes Haus, Köcher genannt, gebaut haben. Bei ganz genauem Hinsehen sieht man sogar den Süßwasserpolypen, einen nahen Verwandten der Korallen südlicher Meere. In diesem Seminar wird neben der Tierwelt auch die Pflanzenwelt erkundet.
Jedem Taucher ist schon einmal aufgefallen, dass es in den unterschiedlichen Tiefen auch eine unterschiedliche Vegetation gibt. Warum finden wir die Wasserpest im drei Meter Bereich, während die Armleuchteralge immer unterhalb dieser Zone beheimatet ist? Fragen über Frage - die es zu klären gilt.
Ausgerüstet mit Mikroskopen, Stereolupen und allerhand Eimern und Schüsseln lernen wir die Tiere und Pflanzen des Sees kennen. Kurz gehaltene Vorträge über das Ökosystem See runden dieses Seminar ab. Langweilige Tauchgänge sollte es nach diesem Seminar nicht mehr geben - es gibt immer was zu entdecken!
 

Gewässeranalyse
Wie oft kann man am Rande eines Tauchgewässers Diskussionen über die Wasserqualität eines Sees mitverfolgen. Ist die Sicht schlecht, so herrscht die allgemeine Meinung vor, dass es sich um ein "dreckiges" Gewässer handelt. Man meint, der See stehe kurz vor dem Umkippen. Auf der anderen Seite sind viele Pflanzen drin und sogar Edelkrebse sind beheimatet. Somit muss es sich um ein wertvolles Biotop handeln.
Wird die Diskussion weiter geführt, kommen chemische Argumente hinzu. Der pH - Wert ist viel zu niedrig und es ist ja kaum Sauerstoff im Wasser. Auch ist das Wasser viel zu hart,.. da es sich ja um einen ehemaligen Kalksteinbruch handelt, nicht wirklich erstaunlich - oder?.
Jedes dieser Argumente ist ein wichtiges Indiz zur Beurteilung von Wasserqualität. Doch erst das Zusammenspiel der verschiedenen Parameter lässt einen gesicherten Rückschluss auf die Wasserqualität zu.
In diesem Seminar werden verschiedene Messverfahren vorgestellt und die Interaktion der ermittelten Parameter besprochen. Anhand einfach durchzuführender Messungen wird jeder Seminarteilnehmer nach Abschluss des Seminars in der Lage sein die Qualität eines Gewässers zu beurteilen.
Dabei wird nicht nur die Wasserchemie besprochen. Denn die Lebewesen, welche sich unter einem Stein befinden, sagen oftmals mehr über ein Gewässer aus als alle chemisch gemessenen Parameter zusammen. Nicht nur der Blick ins Reagenzglas sondern auch der Blick mit der Taucherbrille unter die Wasseroberfläche ist für die Gütebestimmung eines Gewässers wichtig.



Die Armleuchteralge (Chara)
Die Wandermuschel
findet man nur in sehr sauberen Gewässern. Wenn wir Sie auf einem Tauchgang entdecken kann man mit Sicherheit sagen dass, die Wasserqualität in Ordnung ist.

kommt eigentlich aus den Zuflüssen des Schwarzen Meeres und ist erst im vergangenen Jahrhundert nach Deutschland eingeschleppt worden. Heute trifft man sie in fas allen Gewässern Mitteleuropas an.
Auf einer Muschel sitzt ein Süßwasserpolyp, ein naher Verwandter der Korallen.
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