Defibrillatoren retten Leben
 
Zum Herzretter e.V.
Tauchclub Alpha (Giessen) - Tauchen mit und ohne Behinderung e.V. gemeinsam mit dem Herzretter e.V. gegen den plötzlichen Herztod


Ein AED-Defibrillator kann auch von Laien bedient werden.Rund 130.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr am plötzlichen Herztod. 10.000 sind es allein ins Hessen – das sind allein in diesem Bundesland durchschnittlich 28 Todesfälle pro Tag. Ausgelöst wird der plötzliche Herztod meist durch Herzkammerflimmern. Das lebensgefährliche Flimmern entsteht durch plötzlich auftretende Herzrhythmusstörungen. Der Herzmuskel bekommt keine regelmäßigen elektrischen Reize und gerät völlig aus dem Takt. Video Clip als RealVideo

Die Folge: Die Frequenz der Herzschläge steigt von etwa 70 Schlägen pro Minute auf bis zu 500 Schläge an. In dieser akuten Situation geht es um Leben und Tod. Die einzige Chance das Leben der Betroffenen zu retten ist, dass man das Flimmern mit einem gezielten Stromstoß unterbricht. Die elektrische Aktivität des Herzens wird so neu ausgerichtet und regelmäßige Herzschläge sind wieder möglich.

Sanitäter setzen dazu schon seit langem so genannte Defibrillatoren ein. Das Problem ist nur: Bis professionelle Rettungskräfte vor Ort sind, sind die meisten Opfer bereits verstorben. Nur Laienhelfer und ein sofort verfügbarer automatischer Defibrillator (AED) könnten helfen das Leben der Betroffenen zu retten.

Denn nach einem Herzstillstand sinkt die Überlebenschance mit jeder Sekunde. Nach nur drei bis sechs Minuten führt der Sauerstoffmangel zu Hirnschäden, die ein Weiterleben kaum mehr ermöglichen. Mit jeder weiteren Minute sinkt die Wahrscheinlichkeit rapide, dass das Herz je wieder schlagen kann. Wird hingegen in den ersten Minuten mit einem gezielten Elektroschock behandelt, beträgt die Überlebenschance über 90 Prozent.

In den USA ist das kein Problem. Hier wird bereits seit vielen Jahren mit automatischen Defibrillatoren gearbeitet, die nach einer kurzen Einführung sogar von Kindern bedient werden können. Weit über die Hälfte aller plötzlichen Herztode geht dort glimpflich ab. Auch am Frankfurter Flughafen wurden durch die dort verfügbaren AED-Geräte schon Menschenleben gerettet. Die Tauchclub Alpha (Giessen) - Tauchen mit und ohne Behinderung e.V. - hat ein Gerät angeschafft.. Die Mitglieder des Vereins wurden durch unser Vorstandsmitglied Dr. Med. Klaus Döring, Leitender Notarzt Giessen und den Herzretter e.V. geschult.
In Hessen haben es sich die Herzretter e.V. zur Aufgabe gemacht, Hessens Herzen zu retten. Der Gießener Verein macht sich für die Verbreitung der lebensrettenden AED-Geräte stark. Außerdem treten die Herzretter für die vierstündige Schulung von Laienhelfern ein.

Vergrößerung
Sorge, etwas falsch zu machen, braucht man bei der Bedienung eines Defibrillators nicht zu haben. Denn das Gerät löst nur dann einen Elektroschock aus, wenn der AED tatsächlich ein Herzkammerflimmern festgestellt hat. Eine Fehlbedienung ist damit so gut wie ausgeschlossen. Denn das AED-Gerät ist mit dem Anspruch konstruiert worden, es sogar ganz ohne Vorkenntnisse bedienen zu können.

Um den Schock auszulösen, muss der Retter zwei Elektroden am Brustkorb des Patienten anbringen. Dazu wird er vom Gerät aufgefordert. Denn der AED spricht mit seinem Bediener und gibt einfache und deutliche Hinweise für jeden einzelnen Rettungsschritt. Dazu wiederholt das Gerät seine Anweisungen so lange, bis die Elektroden richtig aufgeklebt sind. Eindeutige Bildanzeigen auf dem AED erleichtern die Bedienung zusätzlich.