Die Folge: Die Frequenz der Herzschläge steigt von etwa 70 Schlägen pro Minute auf bis zu 500 Schläge an. In dieser akuten Situation geht es um Leben und Tod. Die einzige Chance das Leben der Betroffenen zu retten ist, dass man das Flimmern mit einem gezielten Stromstoß unterbricht. Die elektrische Aktivität des Herzens wird so neu ausgerichtet und regelmäßige Herzschläge sind wieder möglich. Sanitäter setzen dazu schon seit langem so genannte Defibrillatoren ein. Das Problem ist nur: Bis professionelle Rettungskräfte vor Ort sind, sind die meisten Opfer bereits verstorben. Nur Laienhelfer und ein sofort verfügbarer automatischer Defibrillator (AED) könnten helfen das Leben der Betroffenen zu retten. Denn nach einem Herzstillstand sinkt die Überlebenschance mit jeder Sekunde. Nach nur drei bis sechs Minuten führt der Sauerstoffmangel zu Hirnschäden, die ein Weiterleben kaum mehr ermöglichen. Mit jeder weiteren Minute sinkt die Wahrscheinlichkeit rapide, dass das Herz je wieder schlagen kann. Wird hingegen in den ersten Minuten mit einem gezielten Elektroschock behandelt, beträgt die Überlebenschance über 90 Prozent. In den USA ist das kein Problem.
Hier wird bereits seit vielen Jahren mit automatischen Defibrillatoren
gearbeitet, die nach einer kurzen Einführung sogar von Kindern bedient
werden können. Weit über die Hälfte aller plötzlichen
Herztode geht dort glimpflich ab. Auch am Frankfurter Flughafen wurden
durch die dort verfügbaren AED-Geräte schon Menschenleben gerettet.
Die Tauchclub Alpha (Giessen) - Tauchen
mit und ohne Behinderung e.V.
- hat ein Gerät angeschafft.. Die Mitglieder des Vereins wurden durch
unser Vorstandsmitglied Dr. Med.
Klaus Döring, Leitender Notarzt Giessen und den Herzretter e.V.
geschult.
Um den Schock auszulösen, muss der Retter zwei Elektroden am Brustkorb des Patienten anbringen. Dazu wird er vom Gerät aufgefordert. Denn der AED spricht mit seinem Bediener und gibt einfache und deutliche Hinweise für jeden einzelnen Rettungsschritt. Dazu wiederholt das Gerät seine Anweisungen so lange, bis die Elektroden richtig aufgeklebt sind. Eindeutige Bildanzeigen auf dem AED erleichtern die Bedienung zusätzlich. |